Sonntag, 20. Juni 2010

Heavy 24 Chemnitz

Viererteam "Bikec.de feat. Bike Passion" erreicht sensationell einen 6. Platz beim 24 Stunden Rennen in Chemnitz

Da sich eine Vielzahl von Bike Passionisten intensiv auf den bevorstehenden Radklassiker Trondheim-Oslo vorbereiten, sollte in diesem Jahr ausnahmsweise kein eigenes Team von uns beim 24 Stunden MTB-Rennen am Stausee Oberrabenstein in Chemnitz starten. Als jedoch die Dresdner Jungs von bikec.de um Marcus Kröning, Sebastian Döring und Torsten Bahnert im März beim Verein anfragten, ob jemand Interesse hätte, gemeinsam mit ihnen ein Viererteam zu bilden, mußte ich nur kurz überlegen, bevor ich zusagte. Als sportliches Ziel wurde eine Platzierung unter den Top 10 definiert, wobei ich aus dem vergangenen Jahr wußte, wie schwer es werden würde, dieses ambitionierte Vorhaben in der stark besetzten Klasse der Herren-Vierer umzusetzen.


Noch drei Tage vor dem Rennen ließen die Wetterprognosen nichts gutes hoffen. Die Meteorologen prophezeiten unisono Dauerregen und Temperaturen zwischen 5 °C in der Nacht und 15 °C am Tag. Keine guten Voraussetzungen für eine 24-stündige Rundenhatz. Das am Rennwochenende nicht ein Tropfen Regen fiel, war daher für uns alle eine wirklich positive Überraschung. Der Verlauf der etwa 8,8 Kilometer langen, staubigen Piste wurde im Vergleich zum Vorjahr lediglich im Bereich des letzten, wurzeldurchzogenen Trails minimal modifiziert, so dass der wesentliche Charakter der Strecke unverändert blieb. Die Veranstalter freuten sich indes über einen neuen Teilnehmerrekord, der das Heavy 24 zu einem der bedeutensten 24-Stunden Rennen in Deutschland werden läßt.

Pünktlich um 12.10 Uhr ging Torsten, zusammen mit den Startfahrern 51 weiterer Viererteams, auf seine ersten beiden gezeiteten Runden. Unsere Rennstrategie war simpel. Alle zwei Rennrunden wurde das Staffelband an den nächsten Fahrer übergeben. Diese Taktik schien für uns der beste Kompromiss zwischen schnellen, konstanten Rundenzeiten und ausreichenden Regenerationphasen zu sein. Nach Torsten gingen  nacheinander ich und Sebastian D. auf die Strecke, bevor Marcus seinerseits unter Sauerstoffschuld für  richtig schnelle Runden sorgte. Während der Pausen wurden diszipliniert mitgebrachte Aufbau-Shakes genuckelt, sorgsam die Renngeräte überprüft und gewissenhaft die Rundenzeiten der Konkurrenten analysiert.


Nach den ersten beiden Rennstunden wurden erstmals die Zwischenstände an einer großen Ergebnistafel angeschlagen. Inmitten einer riesigen, neugierigen Menschentraube aus Betreuern, Fahrern und Zuschauern suchte ich aufgeregt nach unserer aktuellen Platzierung. Unglaublich. Platz 9. Wir lagen voll auf Kurs. Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnten wir uns sogar noch bis auf den siebenten Platz nach vorne kämpfen. Konzentriert spulten wir unsere Runden ab, schließlich wollten wir Stürze und Defekte aufgrund zu hoher Risikobereitschaft vermeiden. In der Nacht werden dann erfahrungsgemäß die Weichen für den weiteren Verlauf des Rennens gestellt. Teams die hier unnötig trödeln, werden unweigerlich im Classement nach hinten gespült.

Gute Nachrichten im Morgengrauen. Der Ergebnisdienst veröffentlichte erstmals seit dem Abend wieder die Zwischenstände. Platz 6. Unser Vosprung war zunächst aber nur marginal. Zwar konnten wir ihn bis zur 23. Rennstunde weiter ausbauen, wir blieben jedoch mit dem Team auf Platz 7 in der gleichen Runde. Es würde also, nach 24 Stunden, alles auf den letzten Umlauf ankommen, da bei der gleichen Anzahl gefahrener Runden ausschließlich die Zeit der zuletzt gefahrenen Runde maßgebend für die jeweilige Platzierung ist. Daher prügelte ich mein Bike ein letztes mal mit Volldampf über die Piste. Am Ende sicherten wir uns sensationell den 6. Platz. Chapeau Jungs!


Ergebnisse

Sebastian Golz

Samstag, 19. Juni 2010

Malevil Mountainbike Marathon

Die perfekte Marathonveranstaltung!

Wie schon oft stand unser Start bei einer Marathonveranstaltung unter der Voraussetzung von guten äußeren Bedingungen. Damit ist nicht gemeint das die wenigen Asphaltabschnitte eines Mountainbikerennens die einzigen schlammfreien Abschnitte sind. Genauso oft wie wir diese Bedingung ausgesprochen hatten, waren wir in den letzten Jahren bei Schlammrennen gestartet. Wir nahmen es also mit Humor, dass es während der gesamten Anreise ins tschechische Malevil regnete. Glücklicherweise hatten wir unsere "qeke Mandy" dabei und mussten nicht im Zelt schlafen.

Ansonsten erlebten wir eine perfekt organisierte Marathonveranstaltung auf der Stefan über 75km und Lutz und ich auf die 105km Strecke durchs Zittauer Gebirge auf tschechischer und deutscher Seite an den Start gingen. Die Strecke war auch weniger schlammig als befürchtet und führte uns an allen Highlights der Region vorbei und hinauf (Oybin, Hochwald, Lausche).

Stefan benötigte für die anspruchsvolle Strecke 04:03:51h und kam als 110 ins Ziel, obwohl ihm kurz nach dem Start die Wippe angebrochen war. Lutz finishte als 208 auf der langen Strecke nach 06:40:59h und ich erreichte das Ziel als 185 in 06:30:27h.

Wie schon angedeutet waren wir begeistert von der anspruchsvollen, landschaftliche schönen und abwechslungsreichen Strecke, der super Verpflegung, der Ranch Malevil die als Zielort dient und den vielen kleinen Angenehmlichkeiten (Park Ferme für die Räder, leckeres Essen nach dem Rennen, Golfplatz als Zeltplatz...).

Es ist daher nicht verwunderlich das die Organisatoren 2012 die Europameisterschaften im Mountainbikemarathon auf dieser Strecke ausrichten.

Martin

Donnerstag, 17. Juni 2010

Stilfser Joch

Bike Passion hat seine Visitenkarte am höchsten Gebirgspass Italiens hinterlassen.

Viel Spaß beim suchen! Zum vergrößern auf das Bild klicken!

Sebastian Golz

Sonntag, 30. Mai 2010

Markersbach

Erster (Halb)-Marathon 2010

Schon wieder regen. An diesem Wochenende scheint mich das schlechte Wetter zu verfolgen. Bis etwa 10 Minuten vor dem Start des Rennens über die 47 Kilometer regnete es erneut heftig. In Kombination mit Temperaturen < 10 °C ein wirklich unwirtliches Wetter. Die Strecke führte auf Forstautobahnen vom Unterbecken des zweitgrößten Pumpspeicherkraftwerkes Deutschlands hinauf zum Fichtelberg und durch wunderschöne west-erzgebirgische Wälder zurück nach Markersbach.

Nach dem Start versuchte ich so lange wie möglich in der Spitzengruppe mitzufahren. Leider reichten meine Körner nicht, um bis zur Bergwertung auf dem Fichtelberg das hohe Tempo der führenden Fahrer zu halten. Zusammen mit Henne von Bad Salzdetfurth Racing bildete ich aber ein funktionierendes Duo, dass sich in der Führung abwechselte und so noch den ein oder anderen Enteilten wieder einsammeln konnte. Am Ende stand ein 10. Platz in der AK-Wertung auf der Ergebnisliste. Mit dem Resultat bin ich zufrieden, da solche "langen" Rennen ja nicht gerade zu meinen Stärken gehören.

Sebastian Golz

Samstag, 29. Mai 2010

Natural Wellness

2. Platz beim 6. Langenberger MTB-Rennen

Die Wettervorhersage für den gestrigen Freitag traf voll ins Schwarze. Für den Nachmittag wurden erhebliche Niederschlagsmengen prognostiziert, bevor am Abend die Wolken abziehen und die Sonne wieder vom blauen Himmel strahlen sollte. Leider wurden die erheblichen Niederschlagsmengen nicht weiter definiert, so dass ich nicht wußte, dass innerhalb von lediglich einer Stunde etwa 20 Liter je Quadratmeter über Langenberg abregneten. Die 4.5 Kilometer lange Strecke verwandelte sich daher von einem harmlosen Rundkurs mit befestigen Waldböden und ebenen Forstwegen in eine tückische und kräftezehrende Sumpf- und Morastlandschaft. Solch einer Schlammpackung sagt man ja eine entspannende und beruhigende Wirkung nach, heute jedoch sorgte sie für Anspannung und Aufregung.

Trotz der, oder vielleicht gerade wegen der besonderen Streckenverhältnisse versammelte sich eine beachtliche Anzahl regionaler Vertreter des Mountainbike-Sports in Langenberg. Bereits direkt nach dem Start sortierte sich das Feld leistungsgerecht, wobei ein souveräner Jan Bretschneider (Biehler ProCycle) sofort klarmachte, dass der Weg nach ganz oben auf dem Siegerpodest nur an ihm vorbeiführen würde. Ich reihte mich auf Platz zwei ein und fuhr bis zur Schlußrunde ein ungefährdetes Rennen. Auf der letzten Abfahrt hatte ich aber größte Probleme mein falsch bereiftes Gefährt auf Kurs zu halten und rutschte mehr als das ich fuhr talwärts. Der Abstand zum Drittplatzierten war verspielt. Dieser schloss auf und zog prompt dann auch an mir vorbei. Erst knapp vor dem Zielstrich gelang mir der Konter, so dass ich als Zweiter das Podium erklettern konnte. Rückblickend hat die Sauerei riesig Spaß gemacht, wenngleich das Radputzen länger gedauert hat als das eigentliche Rennen.

Sebastian Golz

Montag, 24. Mai 2010

Montag, 10. Mai 2010

Trondheim-Oslo

Die große Kraftprobe Trondheim-Oslo wirft ihre Schatten voraus. Das Pirnaer Regionalfernsehen berichtet über die intensiven Vorbereitungen der Bike Passionisten.


Sebastian Golz

24 Zähne

2. Platz beim 2. Lauf des MDC-XC in Sebnitz

Bereits in der 19. Auflage fand am gestrigen Sonntag das beliebte MTB-CC Rennen des Sebnitzer Radfahrervereins 1897 e.V. statt, welches zugleich als 2. Wertungslauf des MDC-XC fungierte. Die ohnehin bereits sehr schöne Veranstaltung wurde in diesem Jahr in zahlreichen Details weiter verbessert und lockte ein beachtliches Starterfeld in die Seidenblumenstadt in der Sächsischen Schweiz. Die Streckenführung wurde leicht modifiziert, wodurch die Rundenlänge anwuchs und (noch) mehr Höhenmeter zu erklettern waren. Traditionelle Elemente, wie etwa die Steingartenpassagen oder die Steinbruchabfahrt, wurden beibehalten und in den neuen, anspruchsvollen Kurs integriert. Trotz der großen Niederschlagsmengen in der zurückliegenden Woche waren die Streckenbedingungen sehr gut. Der Start erfolgte wie üblich zwei Minuten nach dem der Herrenklasse, so dass wir erneut mit viel Verkehr auf der Strecke rechnen konnten.


Entgegen meinen bisherigen Erfahrungen begann das Rennen recht verhalten. Niemand wollte sich vor den Karren spannen und Tempo fahren. Erst nach einer halben Runde wurde die Trittfrequenz deutlich erhöht, so dass Matthias Morawe, Jan Lauer und ich uns absetzen konnten. Die Führungsposition wechselte ständig, bevor Morawe das Rennen am  Ende der 2. Runde infolge eines abgerissenen Schaltwerks vorzeitig beenden musste. Zum Beginn der letzten von vier Runden lag ich etwa 30 Sekunden hinter dem Führenden zurück. An einer steilen, mit Wurzeln durchsetzten  Rampe, die wir im Rennen nur schiebend bewältigen konnten, verlor ich zuvor den Anschluss an das Hinterrad von Lauer. Doch es gelang mir die Lücke mit großem Aufwand noch einmal zu schließen. Meine Taktik war nun, auf den folgenden Abfahrten keinen Meter zu verlieren und am nächsten Anstieg erneut eine Attacke zu fahren, um mit etwas Vorsprung das genannte Schiebestück zu erreichen. Leider konnte ich mich nicht ausreichend weit absetzen, so dass Lauer erneut Boden gut machen konnte und kurz vor mir das Ende der Rampe erreichte. Die letzte Gerade, wenige hundert Meter vor dem Ziel, schien mir die einzige Möglichkeit im Sprint noch auf Platz 1 zu fahren. Leider riskierte ich zuviel und stürtze kurz von der Streinbruchabfahrt. Dadurch war das Rennen entschieden.


Mein Ärger über meinen Fahrfehler wich aber schnell der Freude über einen guten zweiten Platz. Die Gestaltung der Siegerpokale verdient erneut großes Lob. In einen geschlitzten Sandsteinquader wurden - je nach Platzierung - verschieden große Ritzel eingeklebt. Meins hatte großzügige 24 Zähne, während der Sieger leistungsgerecht mit dem dicken 11er Ritzel geehrt wurde.

Sebastian Golz

Montag, 29. März 2010

Saisonstart

Auftakterfolg beim 1. Lauf des MDC-XC in Bautzen


Der lange Winter liegt hinter uns und das dröge Kilometer sammeln in Dunkelheit, bei Näße und Kälte hat endlich auch in Mitteldeutschland ein Ende. Nach mehrmonatiger Abstinenz wurde es daher auch höchste Zeit für das erste Kräftemessen der neuen Saison. Zum mittlerweile sechsten Mal startete ich  am gestrigen Sonntag in Bautzen, wo erneut der erste von sieben Wertungsläufen des Mitteldeutschlandcups im Mountainbike Cross-Country ausgetragen wurde. Die Strecke im bewaldeten Humboldthain rangiert in meiner persönlichen Hitliste unter den Lieblingen, da auf dem abwechslungsreichen Kurs sowohl Kraft und Kondition als auch Fahrtechnik gleichermaßen gefordert werden. Lediglich auf einer kurzen, ebenen Passage vor dem Zielbereich im Stadion des FSV Budissa kann kurz durchgeatmet werden, da der Puls ansonsten ständig im dunkelroten Bereich flimmert. Trotz der teils heftigen Niederschläge der vergangenen Tage, war die etwa 4.0 Kilometer lange Rundstrecke in einem außerordentlich guten Zustand.

Da nach dem aktuellen BDR-Reglement der körperliche Verfall, aufgrund meines fortgeschrittenen Alters, erheblich zunimmt und folglich die Belastungsintensität bei Wettkämpfen für mich reduziert werden muss, fand ich mich dieses Jahr erstmals in der Startklasse der Senioren wieder. Der Verlauf des Rennens war  aus meiner Sicht, aufgrund der Armut an Ereignissen, sehr übersichtlich: nach etwa einer halben Runde übernahm ich die Spitze des Feldes und baute meinen Vorsprung auf die Verfolger Jörg Zinecker und Andreas Hennig kontinuierlich bis zum Ziel aus.


Ergebnisse
Bike Passion Homepage

Sebastian Golz

Neuer Onlineauftritt

Bike Passion mit neuer Homepage

Derzeit wird intensiv am Feinschliff  unserer neuen Homepage gearbeitet. Unter bikepassion-pirna.de werden wir euch zukünftig mit allen wichtigen Informationen über den Verein versorgen und noch ausführlicher über unsere Aktivitäten berichten. Die kurzen Artikel über meine Ausflüge zu Rennveranstaltungen werden aber – wie gewohnt – noch eine Zeit lang parallel hier im Blog veröffentlicht.

Sebastian Golz